PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umfrage zum Meldeverfahren von Regelstößen



RapTor-X
28.04.2013, 16:12
Umfrage zum Meldeverfahren von Regelstößen

Bitte lest euch diesen Post zuerst vollständig durch, bevor ihr abstimmt. Stimmberechtigt sind alle Nationensammler, die in der aktuellen WRL geführt werden. Die Umfrage ist wie immer öffentlich, damit wir in der Auswertung die nicht stimmberechtigten (keine Nationensammler) rausrechnen können. So kann jedoch auch jeder sehen, wofür ihr gestimmt habt.

In der Diskussion (http://www.ofm-forum.de/showthread.php?t=173569) haben sich zwei Meinungen bzgl. der Meldung von Regelverstößen herausgebildet, die sich grundsätzlich voneinander unterscheiden.
Da der Unterschied im Meldeverfahren weitreichende Folgen hat, werden ggf. weitere Anpassungenvorschläge aus dem Diskussionsthread erst später abgestimmt.
Wir möchten mit dieser Umfrage zunächst feststellen, ob überhaupt die Mehrheit der Nationensammler das Alternativmodell von Sterkradus et al. unterstützt oder weiterhin das bestehende Modell favorisiert.

Im Folgenden werden folgende Abkürzungen verwendet:


AE = Anpfifferlaubnis
SG = Sportgericht (Gremium bestehend aus 6 gewählten Richtern)
RV = Regelverstoß
Orga = Organisator des Cups, in dem der RV begangen wurde
B = Beschuldigter (hat den Regelverstoß begangen)
G = Geschädigter (Gegner des Beschuldigten)


Unter Grundsätzen wird der Verhaltenskodex bei den Nationensammlern verstanden, auf dessen Basis unser Zusammenspiel aufgebaut ist.
Verstöße gegen die Grundsätze werden nicht geduldet und führen in der Regel zu Sperren und bei Absicht oder nicht mehr akzeptablen Wiederholungen zum Ausschluss des Teams von den Nationensammlern.

Der nun folgenden Gegenüberstellung der Positionen wurde von beiden Parteien zugestimmt, sodass auf lange Gegenargumentationen ("das andere Modell ist schlecht, weil...") an dieser Stelle verzichtet wurde. Wir bitten daher darum, euch über die Folgen der beiden Modelle auf die Strukturen und Cups der Nationensammler Gedanken zu machen, bevor ihr abstimmt.
Ausführliche Argumentationen für und gegen die jeweiligen Modelle sind im Diskussionsthread (http://www.ofm-forum.de/showthread.php?t=173569) nachzulesen.


Tabellarische Gegenüberstellung der Thesen



Bisher gültiges Modell von der Spielleitung
Alternativmodell von Sterkradus et al.


Jeder RV muss ans SG gemeldet werden
Nur bei Streitfällen, Legionärseinsatz und auf Wunsch von G muss ein RV an das SG gemeldet werden, sonst entscheidet der Orga.


Bei jedem RV entscheidet das SG über das Urteil.
Orga entscheidet, ob der RV gemeldet wird. Nur die gemeldeten RVs werden vom SG beurteilt.


>Kein Legionärseinsatz<, >Kein Anpfiff ohne AE< und >Keine Überschreitung der Stärkegrenze< bleiben die drei Grundsätze der Nationensammler.
>Kein Legionärseinsatz< verbleibt als Grundsatz der Nationensammler. >Kein Anpfiff ohne AE< und >Keine Überschreitung der Stärkegrenze< werden wie normale RVs behandelt.


Jeder darf jeden RV beim SG melden.
Nur Betroffene/Beteiligte und der Orga dürfen RVs melden, unbeteiligte Dritte jedoch nicht. Bei Meldung des RV muss der Orga zeitgleich mit dem SG informiert werden.


Verhandlung über jeden RV. Urteil des SGs gilt cupübergreifend.
Bei Einigung zB mit Nachholspiel wird ein RV (ausgenommen Legionärseinsatz) nicht ans SG gemeldet und hat somit keine Auswirkungen für B und auf andere Cups


Gleiche Strafe bei gleichem Vergehen
Einigung im Cup entscheidet darüber, ob der RV überhaupt gemeldet wird.


SG entdeckt cupübergreifend häufige RVs eines Teilnehmers und kann entsprechend handeln.
Viele RVs bleiben cupintern und cupübergreifende Wiederholungstäter bleiben somit unentdeckt.


Sperren für Verstöße gegen unsere Grundsätze und bei häufigen Unachtsamkeiten sind eine notwendige erzieherische Maßnahme, um Unachtsamkeiten in Zukunft zu vermeiden.
Wenn RVs keine negativen Folgen für den Cup haben, sind daraus resultierende Sperren unnötig, egal wie schwer der RV war oder wieoft in kurzer Zeit gegen die Regeln verstoßen wurde.




Formulierung der Positionen in Textform

Zusammengefasst glaubt die Spielleitung, dass die Verhandlung jedes RVs durch das Sportgericht zu einer Gleichbehandlung aller Teilnehmer führt. Der Spielleitung ist es wichtig, die Cups und deren Orgas zu schützen, indem cupübergreifend die Teilnehmer bei Regelverstößen mit geeigneten Strafen an die Einhaltung der Regeln erinnert werden. (Details im Regelkatalog (http://www.ofm-forum.de/showthread.php?t=111130))
Das gleiche Vergehen soll die gleiche Strafe zu Folge haben, unabhängig davon, in welchem Cup der RV begangen wurde. Bei gleichen Vergehen abhängig davon, ob es cupintern einen Ausgleich (z.B. durch ein Nachholspiel) gab, die Beschuldigten uneinheitlich zu bestrafen (Strafe des SG bei Meldung des RVs oder gar nicht bei Nichtmeldung), hält die Spielleitung für unfair und die Spielleitung ist der Meinung, dass hier eher Glück über die Konsequenzen für die Beschuldigten entscheidet. Mit der Aufgabe von >Kein Anpfiff ohne AE< und >Keine Überschreitung der Stärkegrenze< als Grundsätze und der von Sterkradus et al. geforderten Orga-Freiheit einen RV zu melden oder nicht kann dies bedeuten, dass diese Verstöße in Zukunft in einigen Cups nicht mehr oder kaum sanktioniert werden. Eine Gleichbehandlung aller Sammler ist damit aus Sicht der Spielleitung ebensowenig gegeben wie ein cupübergreifender Schutz vor unachtsamen Mehrfachtätern.
Die Spielleitung hält bei Verstoß gegen unsere Grundsätze oder bei starker Häufung von RVs die Aussprache von Sperren für notwendig, um den Beschuldigten zu mehr Aufmerksamkeit als Teilnehmer von Nationensammler-Cups zu erziehen.

Zusammengefasst glauben Sterkradus et al., dass bei einer Einigung der Betroffenen innerhalb des Cups (zB. 0:3 Wertung oder Nachholspiel) keine Meldung ans Sportgericht und somit auch keine weitere Strafe notwendig ist. Einzige Ausnahme ist das Aufstellen eines Legionärs.
Sterkradus et al. befürworten mehr Handlungsfreiheit bei RVs für den CupOrga, sodass der CupOrga darüber entscheidet, ob er einen RV an das SG meldet oder nicht.
Sterkradus et al. sind der Meinung, dass das SG im jetzigen Modell zu sehr kontrolliert. Das SG soll nur nach Aufforderung eingreifen, wenn in einem Streitfall eine Schlichtung nötig ist.
Es soll nicht die Art des RVs ausschlaggebend für die Strafe sein, sondern ob es negative Auswirkungen auf den Cupverlauf gab bzw. ob es cupintern eine Einigung zwischen CupOrga, dem Regelbrecher und dem betroffenen Gegner gab.
Sperren reduzieren lediglich die Anzahl der Cupteilnehmer und haben keinen positiven Effekt auf deren zukünftiges Verhalten und sind bei cupinterner Klärung des RVs daher unnötig, auch wenn ein Spiel ohne AE oder mit zu starker Aufstellung angepfiffen wurde.



Wenn ihr eure Meinung zu dieser Umfrage posten möchtet, benutzt bitte den Diskussionsthread (http://www.ofm-forum.de/showthread.php?t=173569).

RapTor-X
28.05.2013, 22:09
Liebe Sammler,

die Umfrage ist beendet.
Es haben 57 Manager an der Umfrage teilgenommen. Eine Stimme stammt von einem Nichtsammler, die wir rausgerechnet haben.

Endergebnis:
38 Stimmen für das bestehendes Modell der Spielleitung
18 Stimmen für das alternative Modell von Sterkradus et al.

Da das bestehende Modell von mehr als zwei Dritteln der Sammler, die abgestimmt haben, favorisiert wird, ändern wir nichts am bisherigen Meldeverfahren. Das heißt, es werden weiterhin alle Regelverstöße von den Cup-Orgas oder anderen Sammlern an das Sportgericht gemeldet, sodass dieses sich mit dem Fall beschäftigt.

Nichtsdestotrotz können wir noch im Diskussionsthread (http://www.ofm-forum.de/showthread.php?t=173569) darüber diskutieren, ob wir Anpassungen im Ablauf des Verfahrens oder am Regelkatalog vornehmen wollen, um den Aufwand für Orgas, Teilnehmer und Sportgericht zu reduzieren ohne gravierende Einbußen bei der Gleichbehandlung hinnehmen zu müssen.